Portalbetreiberin Micha Loschky im Interview

30.11.2017

Den Grundstein zur besonderen Vermietungsform Wohnen auf Zeit legte Portalbetreiberin Michaela Loschky vor 28 Jahren, als sie sich mit der ersten Mitwohnzentrale in Würzburg selbstständig machte. 1990 konnte sie auch die Vermieter und Mieter in Nürnberg für das Wohnen auf Zeit begeistern. So eroberte sie sich Stück für Stück den spannenden Markt für diese flexible WohnFORM. In Deutschland gibt es mittlerweile 16 HC24 Agenturen.

Auch heute ist Michaela Loschky mit Herz und Leidenschaft dabei. Erfahren Sie mehr über den spannenden Immobilienbereich "Wohnen auf Zeit" und welcher Platz für Michaela Loschky der schönste auf der Welt ist.

 

Und hier das komplette Interview in Textform:
RADIO Würzburg – 13.03.2017
Moderator H.Lightbeer im Gespräch mit Micha Loschky
– HC24 Wohnen auf Zeit – flexibel, sicher und lukrativ

Business on Air
HC24 HomeCompany Wohnen auf Zeit
Zu Gast im Studio: Michaela Loschky.

Business on Air heißt das Ganze bei Würzburg Radio. Ich habe einen Studiogast, eine nette Dame, die besteht darauf, dass wir Micha zu ihr sagen. Herzlich willkommen Micha Loschky
 
Vielen Dank, dass ich da sein darf. Ja Micha, manche sagen Michaela – aber Micha ist ja viel schöner…Michaela hat mich nur meine Mutter genannt, wenn´s ernst wurde…

Die kleine Micha ist ja irgendwo, wann geboren worden?


Geboren wurde ich im Jahr…

Genau das Jahr wollen wir nicht wissen.


Ah, das ist aufmerksam – Danke.
Also ich bin geboren in Mittelfranken und bin schon seit vielen Jahren in Unterfranken. Ich bin in Kleinlangheim die meiste Zeit in meiner Jugend gewesen und wohne heute noch dort. Mit 16 habe ich eine Ausbildung begonnen im Landratsamt in Kitzingen als Verwaltungsfachangestellte im Kommunaldienst. Danach war ich 10 Jahre im wunderschönen Weinort Randersacker als Kassenleiterin beschäftigt. Und in dieser Zeit war es so, dass ich eigentlich immer schon Kämmerer werden wollte. Aber die Stelle war besetzt und ich war ´ne Frau. Und der Kämmerer war leider auch noch sehr jung, so dass auch nicht absehbar war, dass er in Rente geht. Aufgrund dessen habe ich mir dann Einiges überlegt, in Form von: „was könnest Du noch machen?“ Und da bin ich auf die exotische Idee gekommen, eine Mitwohnzentrale zu gründen. Mitwohnzentrale heißt „Wohnen auf Zeit“ - möbliert. Und das mache ich nun seit 1989 in Würzburg – sprich, das sind nun schon 28 Jahre und in dieser Zeit habe ich auch in anderen Städten Mitwohnagenturen eröffnet – hauptsächlich in Süddeutschland. Ich selber habe jetzt acht Agenturen mit fast 60 Mitarbeitern.

Das ist ja eine ganze Menge – das ist ja ein bewegtes Leben – vor allem so an einem Stück geliefert – deshalb machen wir auch immer Musik dazwischen, ob das Richtige kommt. Ja, normalweise werden ja Wohnungen immer leer vermietet, dann kam die Zeit, dass eine Küche drin sein sollte. Aber warum möbliert vermieten – also komplett eingerichtet?

Also 1989 war das noch sehr exotisch, dass jemand sein möbliertes Apartment, Zimmer, Wohnung zur Verfügung gestellt hat. Am Anfang waren das Leute, die mal für ein halbes Jahr ein Referendariat hatten oder in Urlaub gefahren sind oder Ähnliches. Die haben quasi ihre eigene Wohnung zur Verfügung gestellt.

Ja, die Studentenbude oder so – möbliert.

Ja, aber dann ist folgendes passiert: in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten kann man sagen, hat sich unsere Berufswelt total verändert. Also wenn man sich überlegt: früher war das toll, wenn jemand 40 Jahre in einer Firma war und es war auch nicht selten, dass jemand 40 Jahre in ein und demselben Business beschäftigt war. Heutzutage ist es so: wenn man Karriere machen will, muss man flexibel sein, die berufliche Gesellschaft ist immer - wird immer mobiler. Sehr viele Leute kommen auch aus dem Ausland, Fachleute für spezielle Aufgaben, die dann eben in die Stadt kommen und sich eigentlich um ihren Job kümmern müssen und nicht eine Wohnung suchen, dann noch eine Küche, und dann noch Möbel, dann noch Umzug etc., sondern es ist in den letzten Jahren Folgendes passiert: dass Firmen ganz speziell Wohnungen möbliert angefragt haben und auf Grund dessen haben auch sehr viele Eigentümer in Deutschland sich entschieden: also ok – ich möbliere die Wohnung, was heute auch nicht mehr so teuer ist. Große Möbelhäuser bieten mittlerweile klasse Sachen an. Früher war ja ein Möbelstück noch sehr, sehr teuer – heute kann man eine 1, 2-Zimmer-Wohnung schon sehr günstig einrichten. Und die Vermieter sehen auch noch einen Vorteil: sie wissen, da kommt nun ein Mann, ein Ingenieur bei MAN, der ist jetzt ein halbes Jahr hier und danach kann ich entscheiden: kann ich die Wohnung selbst nutzen oder für die Tochter, weil die vom Studium kommt oder für die Oma braucht man die Wohnung oder Ähnliches. Der Zugriff auf die Immobilie ist sehr, sehr wichtig für die Eigentümer. Und bestimmt haben Sie das auch schon mitbekommen, dass in den letzten Jahrzehnten die Mietrechtsprechung auch auf der höchsten Instanz des Bundesgerichtshofes zu 99% zu Gunsten des Mieters läuft. Auf Grund dessen fühlen sich sehr viele Eigentümer auch entmündigt, obwohl es ihre eigene Immobilie ist…

Also wenn man will kann man damit das „Hermännle“ damit machen..

Ja, auf Grund dessen - sagen wir mal: diese Rechtsunsicherheit für den Vermieter, den Eigentümer, der die Immobilie vielleicht geerbt hat oder gerade noch abzahlt oder schon abgezahlt hat. Deshalb sind sehr viele Eigentümer auf die Idee gekommen eben ihre Wohnung zu möblieren und auf Zeit zu vermieten, so dass sie flexibel sind.
Auch wenn man mal eine Immobilie verkaufen will, ist es besser, wenn sie auf Zeit vermietet ist. Weil ein Käufer kann ein Eigennutzer sein oder ein Kapitalanleger. Wenn jetzt die Wohnung fest vermietet ist in einem normalen Mietverhältnis, dann fällt jemand, der Eigenbedarf hat, schon mal weg als Kaufinteressent. Ich könnte jetzt noch viel mehr aufzählen was es für Vorteile auch für Vermieter gibt. Bei der HC24 HomeCompany Würzburg anzubieten.

Es gibt ja auch Bekannte, die eine Wohnung am Bodensee haben – die sich überlegt haben: ach, da machen wir eine Ferienwohnung draus. Da bin ich dann nicht an den Mieter gebunden…wenn ich dann 50-70% Belegung habe, komme ich ganz gut zurecht.

Ja, das ist mit Sicherheit auch eine Überlegung. Wobei da gibt es natürlich auch regionale Unterschiede. Wenn Sie z.B. am Bodensee eine Immobilie haben: ist es so im Nov. bis März steht fast alles leer, weil dort das Klima ganz anders ist: es ist neblig und im Sommer bekommt man gar nichts an möbliertem Wohnraum oder an Ferienwohnungen, wenn dann eben auch recht teuer.
Für die Mieter selber, das sind meisten Firmen, die für ihre Mitarbeiter suchen, d.h. die meisten sind zu ca. 80% Einzelpersonen und das Budget richtet sich auch immer danach, ob das ein einfacher Angestellter, mittlerer Angestellter, höheres Management ist usw. Die begehrtesten Anfragen sind 1- 2 Zi.Wohnungen auch manchmal 3-Zi.Wohnungen und ganz wichtig: die Lage, die Lage, die Lage.
Die Firmen rufen bei uns an, wir machen einige Wohnungsvorschläge, fragen davor natürlich ganz klar ab: Budget, wo arbeitet der neue Mitarbeiter, wie lange bleibt er da und dann kann die Firma – meistens ist das das Personalbüro – die schaut sich die verschiedenen Wohnungen an. Wir haben sie auch im Internet, wir haben sie auch in 13 Sprachen übersetzt. Wenn es z.B. eine ausländische Firma ist – wenn es z.B. eine italienische Firma ist, können sie auch auf Italienisch lesen, ob ein Wäschetrockner drin ist - so als Beispiel.
Meistens wird das dann von der Personalabteilung vorsortiert und dann wird ein Besichtigungstermin für die Wohnung gemacht. Dann wird der Zeitraum festgemacht, der Mietvertrag gemacht und dann sind alle glücklich.

Das ist richtig – ich kenne das z.B. von Fußballtrainern, die sind ja immer, die müssen mal hier, mal dort trainieren und meistens werden die Verträge nicht eingehalten, weil sie vorher entlassen werden…

Exakt

…dann sind sie froh, wenn sie was Möbliertes haben..
Aber es ist doch so: ich habe doch in meiner Wohnung, in meinem Umfeld eine gewisse Persönlichkeit…meine Möbel, die mein Privates darstellen…das fehlt doch da ein Stück weit…

Ja, also wie gesagt, früher waren es noch ein Stück weit persönliche Wohnungen, also die eigen genutzten Wohnungen. Heutzutage möblieren die Vermieter speziell für diese Kunden. Die Kunden, die kommen …stellen Sie sich mal vor: Sie haben eine Zusage für ein Radioprojekt für vier Monate in Stuttgart – ja? – Hotel wäre zu teuer, dann gehen Sie zu einer Agentur z.B. zur HC24 HomeCompany Stuttgart und lassen sich einige Vorschläge geben. Sie schauen sich das an und Sie werden mit Sicherheit eine Wohnung bevorzugen, die modern, sauber, in der richtigen Lage usw. – Sie würden sich sogar daran stören, wenn in der Wohnung noch die Zahnbürste vom eigentlichen Nutzer drin ist. Also d.h. die meisten Angebote – ach, eigentlich alle, die sind speziell für diesen Mieterkreis kreiert worden. Weil, derjenige, der eine gewisse Zeit dort wohnt, der möchte was Privat ist, wirklich nur seinen eigenen Koffer mitbringen, seine eigenen Klamotten und keine Sachen vom Vormieter sehen oder vom Eigentümer, der jetzt seine private Wohnung anbietet…

…aber, wenn er nun sagt, ich habe da einen schönen Sekretär, den bring ich mit…

Ja, ja das geht – natürlich keine riesen Schrankwände oder so mitbringen oder Ähnliches…also man kann seine privaten Sachen mitbringen. Man muss natürlich das auch wieder mitnehmen, wenn man die Wohnung wieder verlässt.

Und ihr habt speziell nur möblierte Sachen im Angebot? Oder auch ganz normale?

Ja, wir haben nur möblierte Wohnungen – ausschließlich, das ist unser Business und es ist auch sehr, sehr schwierig das zu vereinbaren. Weil viele sagen „Leer“ ist doch genauso wie „Möbliertes-Vermieten“ – Nein, das ist ein riesiger Unterschied.
Bei uns ist das so: wenn wir bei einem Vermieter das Angebot aufgenommen haben, dann bleibt der meist 20 Jahre bei uns – ja – bis sich dann vielleicht mal was ändert, dass er verkauft oder was Ähnliches passiert. Wohnen auf Zeit ist ein sehr schnelles Geschäft, d.h. man ist den ganzen Tag am Reden, am Rausfahren…Wenn man z.B. eine Leerwohnung vermakelt, dann haben die Leute ganz andere Ansprüche, weil sie ja oft ihre eigenen Möbel, dann ist das für einen langen Zeitraum…das ist eine längerfristige Angelegenheit…
Auf Zeit mieten d.h. ich will einen Pauschalpreis, ich will eine modern möblierte Wohnung, ich will sie in genau der Lage wo meine Firma ist, wo ich vielleicht sogar hinlaufen kann oder dass ich nur zwei Stationen mit dem Bus fahren muss. Das ist aber keine Entscheidung über Jahre. Wenn ich eine Leerwohnung miete, dann habe ich mehr Ansprüche: dann will ich eine Terrasse, und dann will ich das und dann will ich noch dort…
Kurzfristig heißt: die Leute sind beruflich motiviert in der Stadt und die wollen sich um ihren Job kümmern und die Voraussetzung was sie wollen in einer Wohnung, dass alles drin ist… am besten er ruft heute an und morgen zieht er ein, weil er gerade einen Vertrag bekommen hat und er weiß, er muss die Miete auch nur für die fünf Monate zahlen, wie es vereinbart ist und er muss auch keinen Nachmieter stellen oder seine Wohnung einrichten oder Betten besorgen, Schränke besorgen u.ä. – es ist ein sehr schnelles Geschäft.

Wie sieht das alles bei der Preisgestaltung aus? Das liegt natürlich – wie sie vorhin schon sagten an der Region. Aber um da mal ein Gefühl dafür zu kriegen. Ich hab´ jetzt z.B. einen qm-Preis von 10 €, den ich normal bezahle und jetzt ist das Ganze möbliert was kostet das dann?

Also das kann man jetzt nicht über einen Kamm scheren, aber natürlich wird ein Aufschlag genommen, weil es möbliert ist und weil natürlich auch mal ein Leerstand entstehen kann, wenn man im Anschluss nicht gleich wieder vermieten kann. Es wird eine Pauschalmiete vereinbart, wo alle Kosten bis auf Strom vielleicht oder so – alles mit drin ist. Das wird natürlich so angesetzt, dass es für beide Parteien in Ordnung ist.

Wer ist hauptsächlich der Kundenkreis?

Der Kundenkreis ist hauptsächlich – was ich vorhin schon sagte – Firmen, die für ihre Mitarbeiter suchen oder sich die Leute direkt bei uns melden, weil sie einen neuen Vertrag haben, weil sie eine Probezeit haben, weil sie ein Projekt haben, weil sie Gastprofessor an der Universität für eineinhalb Jahre sind. Aber der meist angefragte Zeitraum ist beruflich bedingt und liegt zwischen vier bis zwölf Monate. Das ist unser Zeitraum, den wir vermitteln.

Micha, wenn man so viel mit Vermietung von Wohnungen und mit allem beschäftigt ist, hat man dann noch Zeit für ein Privatleben für Hobbys?

Nö – Hobbys, da muss ich sagen, die sind bei mir ein bisschen wenig bis fast gar nicht vorhanden. Aber ich habe mir in den letzten Jahren erlaubt etwas zu tun, was nichts mit Mietverträgen oder mit Wohnungen oder mit Internet o.a. zu tun hat: und zwar habe ich mich in meinem -doch schon höheren Alter- entschieden Spanisch zu lernen.

Das ist auch schön…


Ja – das mache ich jetzt auch schon mehrere Jahre – ich glaube, ich bin jetzt schon im vierten Jahr und so langsam kristallisiert sich raus, dass ich doch schon ein bisschen was beherrsche und es freut mich. Es ist ja auch so, dass die Kurskollegen – sie sind ja keine Kollegen vom Geschäft, wo es wieder um Mietverträge oder Wohnungen geht, sondern es sind Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen und ich denke, dass die meisten den gleichen Grund haben wie ich, mal was ganz anderes zu tun was man tagsüber macht. Und vom Privaten her, kann ich sagen: ich bin verheiratet und habe eine Tochter, die demnächst ihren Führerschein macht.

Wir sind ein Radiosender. Mögen Sie Musik?

Ja, absolut! Ohne Musik wäre das Leben ja richtig triste!

Das ist ja sicherlich richtig. Und wenn wir Ihnen nun so zum Abschluss einen Musikwunsch erfüllen dürfen – was darf es da sein?

Ja, da kann ich Ihnen ganz spontan meinen Lieblingstitel nennen und zwar von: Hildegard, Hildegard Knef – „Für mich soll´s rote Rosen regnen“

Die lassen wir doch regnen und jetzt ganz, ganz kurz noch wie Sie am besten zu erreichen sind.

Wir sind erreichbar in der Zeller Str. 16 in Würzburg, Nähe Alte Mainbrücke und natürlich im Internet unter www.hc24.de

Die letzte Frage, die ich habe: Kleinlangheim ist für mich…..?

Also: Kleinlangheim ist für mich der schönste Platz der Welt!

Song von Hildegard Knef wird gespielt: „Für mich soll´s rote Rosen regnen“






zurück zu den News
19.02.2018
Bewirb Dich jetzt beim Experten für Wohnen auf Zeit!

Bewirb Dich jetzt beim Experten für Wohnen auf Zeit! mehr

18.02.2018
Für Vermieter: Jetzt Schnell-Rückruf Formular nutzen.

Für Vermieter: Jetzt Schnell-Rückruf Formular nutzen. mehr

14.02.2018
Zu Gast bei HC24: Homestagerin Andrea Blum von Raum-Ideen-Raum

Zu Gast bei HC24: Homestagerin Andrea Blum von Raum-Ideen-Raum mehr

12.02.2018
Bei uns brauchen Sie nur Ihren Koffer mitbringen. So geht´s!

Bei uns brauchen Sie nur Ihren Koffer mitbringen. So geht´s! mehr