Im Jahr 2025 verließen rund 288.600 deutsche Staatsangehörige das Land, während 190.000 zurückkehrten. Das ergibt einen Nettoverlust von knapp 97.000 Personen. An der Spitze als Auswanderer-Ziel stehen die Schweiz, gefolgt von Österreich, den USA und Skandinavien. Fragt man nach den Gründen, bekommt man häufig die Antwort „bessere Verdienstmöglichkeiten sowie bessere Aufstiegschancen und eine geringere Steuer- und Abgabenlast im Ausland. Überbordende Bürokratie und schleppende Digitalisierung kommt hinzu. Nahezu jeder dritte Mittelständler aus der Industrie plant in den kommenden fünf Jahren eine Verlagerung ins Ausland. Das zeigt der „lnternationalisierungsbericht" der Staatsbank KfW, den WELT AM SONNTAG veröffentlichte. Grundlage der Untersuchung sind Antworten von 1700 Unternehmen auf eine Umfrage im Januar, darunter rund 600 Unternehmen, die im Ausland aktiv sind. Wir fragten Bürger aus der Region Kitzingen, mit welchen Maßnahmen man dieser fortschreitenden Entwicklung entgegenwirken kann.
(Artikel in der Fundgrube Kitzingen 10/2026).
Michaela Loschky, (63 J.), Unternehmerin, HC24 Wohnen auf Zeit –
70 Mitarbeiter, 10 Agenturen in Deutschland – seit 1989
„Deutschland-Pakt 2030“ das wäre mein Ziel!
Wichtige Punkte: um international wettbewerbsfähig zu sein -
Nicht zig Einzelmaßnahmen, sondern fünf messbare Ziele.
Ziele bis 2030:
Steuerliche Entlastung bei Unternehmen und Löhnen – dadurch wird Deutschland wieder international wettbewerbsfähig - als Beispiel: bei einem Gehalt von 5.000 €/ brutto, zahlt der AG ca. 6.200 €, der AN erhält aber nur ca. 3.200 €/netto
Bürokratieabbau – mind. 30-40% weniger Aufwand – kommt eine neue Regelung, dafür sollte man zwei Regelungen aufheben – alleine in meinem Unternehmen zahle ich zwei Vollzeit-Mitarbeiter für die Abwicklung der anfallenden Bürokratie
Genehmigungen – digital und innerhalb klarer Fristen
Energiekosten senken – wettbewerbsfähiger im Ländervergleich werden
Unternehmensgründungen – Unterstützung geben, statt wie bisher mit vielen Hürden – mutige Unternehmer sollten gestärkt werden
Man darf den Begriff „Standortattraktivität“ aber nicht nur auf Steuern o.ä. reduzieren.
Eine Führungskraft vergleicht auch: Schulen, Kinderbetreuung, Wohnkosten, Verkehr, Sicherheit, Digitalisierung, Gesundheitsversorgung, Freizeitangebot, berufliche Perspektiven des Partners.
Deutschland muss deshalb nicht nur sagen: „Bleib hier, weil Du weniger Steuern zahlst.“ Sondern: „Bleib hier, weil Dein Leben hier besser funktioniert.“
Kurz gesagt: Ich würde Deutschland wieder so attraktiv machen, dass ein Unternehmer oder eine Führungskraft beim Vergleich mit der Schweiz, Österreich, den USA oder anderen Standorten sagt:
„Es lohnt sich für mich, hier zu bleiben.“
Bild: KI generiert